Wenn Ihr glücklicher Hund ruhig zurückkehrt

Når din glade hund lige så stille vender tilbage

Letztes Jahr im April wurde mein bester PellePirat von einem Rottweiler angegriffen. Es geschah völlig unerwartet, und er wurde ohne Vorwarnung von hinten gefressen.

Das hatte schwerwiegende Folgen für ihn – und für uns. Er bekam panische Angst. Vor allem. Plötzlich versteckte er sich unter dem Bett, erschrak beim leisesten Geräusch in der Küche und ja, natürlich reagierte er auch ängstlich und aggressiv auf andere Hunde.

Wir haben es immer genossen, seit er klein war, viel mit ihm zu trainieren und Zeit mit anderen zu verbringen. Deshalb hat die Geburt unseren Alltag komplett auf den Kopf gestellt. Oberste Priorität hatte, dass er wieder gesund wird. Und daran arbeiten wir seitdem.

Wir haben Olli letzten September bekommen. Unsere eigene Leibwächterin und unser Maskottchen. Sie passt auf den Piraten auf und nimmt ihre Verantwortung sehr ernst. Das bedeutet, dass wir endlich wieder fast überall hinfahren können. Denn der Pirat ist sicherer.

Wir reagieren sehr oft anders auf andere Hunde. Das bedeutet, dass ich PP jedes Mal, wenn er einen anderen Hund sieht, mit einem „Check!“ lobe und ihm ein Leckerli gebe. Er soll dabei nicht in den Gehorsamsmodus verfallen, sondern sich mit dem vorbeigehenden Hund (in sicherem Abstand) auseinandersetzen. Langsam merke ich, wie er sich sicherer und selbstsicherer fühlt, wenn wir andere Hunde sehen. Er hat eine alternative Reaktionsfähigkeit gelernt. Wir haben schon viel erreicht. Es ist noch ein langer Weg, aber ich sehe, dass es ihm mental deutlich besser geht. Und das ist das Wichtigste.

Natürlich ist es nicht schlecht, dass ich seit August letzten Jahres bei Hund & Træning eine Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin mache und daher gute Ratschläge parat habe. Aber auch jetzt arbeite ich mit echten Fällen, in denen Hundehalter mit ihren Hunden, wie meinem PellePirat, zu tun haben und mich um Hilfe bitten. Es ist immer einfacher, anderen zu helfen, wenn man den Weg selbst gegangen ist.

PelleP war seit April überhaupt nicht mehr beim Training. Letzten Sommer haben wir es kurz draußen versucht, aber er war total gestresst. Obwohl er das Training liebt, besonders Tricks mit seiner Lieblingshündin Johanna, war der Einfluss der anderen Hunde zu groß. Deshalb hat Olli das Training mit den anderen Hunden übernommen. PelleP hat seitdem nur noch Nasenarbeit trainiert.

Nasenarbeit ist mittlerweile wirklich sein Sport geworden. Er hat sich so toll entwickelt. Er hat seine NW1-Prüfung in Dänemark abgelegt und steht auch vor seiner Geruchsprüfung in Schweden. Daher ist geplant, dass er auch in Schweden an einem Wettkampf teilnimmt. Nasenarbeit ist der einzige Sport, bei dem wir – auch bei Wettkämpfen – mitmachen konnten, ohne dass er völlig überfordert war. Und dafür bin ich sehr dankbar.

Gestern schrie PelleP vor Freude, als wir die Stestrup-Halle erreichten, wo Olli zum Tricktraining war. Er kennt die Halle. Er trainiert dort schon seit Jahren sowohl Grundreitkurse als auch Tricks. Nachdem Olli im Kurs war, durfte ich PelleP mitnehmen und ihn in die Halle lassen. Er war überglücklich. Wir begannen mit ein paar Target-Übungen an der Tür und ließen ihn mit den anderen Hunden interagieren, die in der Halle trainierten. Als er von selbst bereit war und wollte, gingen wir in die Halle. Und da sah ich kurz meinen alten PelleP wieder, der mich fröhlich anbellte und vor mir herumalberte. Trotz der anderen Hunde. Zehn Minuten später wollte er von selbst hinein – also gingen wir.

Es gibt immer einen Ausweg, selbst aus den schwierigsten Situationen. Mein PellePirat wird anderen Hunden auf dem Trainingsplatz sicher nie gleichgültig gegenüberstehen. Aber vielleicht findet er ja wieder Gefallen am Training – und vielleicht kann er ja irgendwann sogar an einer Prüfung teilnehmen – was ja immer der Plan mit meinem kleinen, tollpatschigen Piraten war.

Hinter den Kulissen des Blogs dieser Woche:

Tina Hougaard ist ausgebildete Hundetrainerin und absolviert derzeit eine Weiterbildung zur Verhaltenstherapeutin. Ihre Leidenschaft gilt dem Hundetraining, insbesondere der Nasenarbeit, und sie leitet PowerDog. Sie ist die glückliche Besitzerin des wunderschönen und frechen Tibet-Terriers Pilou, auch bekannt als PellePirat, mit dem sie Gehorsam, Tricks und Nasenarbeit trainiert.

Olli ist das neueste Mitglied des Hauses. Eine Malinois-Hündin, die hoffentlich auch ihre schönen Pfoten in den Bereichen LP, Tricks und Nasenarbeit einsetzen wird.

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