Besuch von Hunden, die Freude bereiten

Besøgshunde der glæder

Die Tür öffnet sich und 16 stolpernde Pfoten hallen durch die Flure.

Wir alle kennen doch den Werbespot für die Besuchshunde der Trygfondens, oder?

Ein älterer Herr strahlt über das ganze Gesicht, als ein glücklicher Hund zu Besuch kommt. Die Freude ist für Hund und Senior fast gleich groß, und Sie sitzen zu Hause im Wohnzimmer mit einem Kloß im Hals und dem Wunsch, selbst etwas Gutes zu tun! 

Seit Jahren träumte ich davon, regelmäßig Besuchshunde in einem Pflegeheim zu werden. Leider hatten wir keinen geeigneten Hund: Unser alter Hund (Bjørn) war zu alt und Ralf war in seinen jüngeren Jahren etwas ängstlich gewesen.

Als wir Bjørn verloren, verlor ich auch die Idee, ein Besuchsfreund zu werden. Wie sollte ich älteren Menschen etwas bieten, wenn Ralf etwas nervös war? Würde er überhaupt mit älteren Menschen sprechen wollen? 

Doch das Schicksal wollte es anders, und aus unserem Ein-Hund-Rudel wurden vier Hunde: Ralf, Allie, Alfred und Kato. Plötzlich sah ich wieder die Möglichkeit, als Gastfreundschaftsfreund dabei zu sein. Aber leider: Kato ist zu alt und Alfred zu jung, um die Aufnahmebedingungen des Trygfonden zu erfüllen.

Na und?

Durch Zufall sahen wir eine Anzeige in der Lokalzeitung: „Möchten Sie als Besuchsfreund im Pflegeheim mitwirken? – Wir suchen Freiwillige!“ Da sind wir sofort dabei!

Endlich war die Chance da! 

Wir haben Kontakt mit dem Pflegeheim aufgenommen und einen „Probebesuch“ vereinbart, bei dem wir uns umschauen und beurteilen konnten, ob es tatsächlich das Richtige für uns ist, und Informationen für zukünftige Besuche erhalten konnten – glücklicherweise passte es für uns alle (sogar für Ralf, der vorher nervös war).

Die Planung lag nun in unserer Hand: Die Hunde werden vor dem Besuch ausgeführt, die fettarmen Leckerlis werden in ihre Taschen gesteckt und das Wasser wird ins Auto gepackt, sodass alles vorbereitet ist – die Hunde wurden im Vorfeld an die Umgebung gewöhnt und sozialisiert, damit sie gegenüber den älteren Menschen ruhig und gelassen sind. 

Plötzlich befanden wir uns mitten in der Werbung für die Besuchshunde von Trygfonden: Die fröhlichen Gesichter und 16 kleinen, tapsigen Pfoten auf den Fluren wurden Realität! Schon beim ersten Besuch war die Freude groß, aber jetzt, da wir seit 5 Monaten mit dem Pflegeheim verbunden sind, hat sie sich vervielfacht! 

Die Bewohner leuchten auf: „Nein, wer kommt denn da?“, und warten sehnsüchtig darauf, dass die Hunde sie erreichen.

Die Geschichten aus ihrer Jugend, als sie selbst noch Hunde hatten, werden fröhlich erzählt – und immer wieder, wenn ihre Erinnerung nachlässt. Es werden Fotos von einem älteren Herrn mit einem Hund auf dem Schoß gemacht: „Wissen Sie, wie glücklich meine Töchter sein werden, wenn sie das sehen?“

Der blinde Bürger bringt einen Hund ins Bett, später zwei, und fragt schließlich: „Sind die anderen beiden zu groß, um mit ins Bett zu kommen?“ – die Antwort lautet nein, und nach kurzer Zeit liegen nicht weniger als vier Hunde im Bett, kuscheln sich aneinander und sorgen für Freude.


Wir machen kurze Besuche von einem Bürger zum anderen. 

Nach ein paar Stunden machen wir uns auf den Heimweg. Die Hunde sind etwas müder – voll im Kopf von den Eindrücken (und satt von den Leckerlis, die sie freudig verteilt haben), und wir anderen sind unglaublich glücklich und fühlen uns rundum wohl! 

Falls es da draußen noch andere gibt, die darüber nachdenken, ob sie sich mitten in Trygfondens Werbung für Besuchshunde stellen möchten, dann kann man es nur empfehlen!

Für uns führte der Weg nicht über den Trygfonden, sondern über private Vereinbarungen. Ich kann Ihnen jedoch nur empfehlen, es auf die eine oder andere Weise zu versuchen: Egal, ob Sie den privaten Weg wählen oder die Trygfonden-Sitzungen ausprobieren, Sie werden älteren Menschen Freude bereiten.

Über den Blogger dieser Woche:
Nanna ist 23 Jahre alt und die Tochter eines Hundetrainers.
Sie ist seit ihrem 6. Lebensjahr als „Fohlen“ dabei, sowohl innerhalb von DCH als auch jetzt unabhängig.

Ich bin der glückliche Besitzer von nicht weniger als vier wunderschönen Hunden: Ralf, Alfred, Kato und Allie.
Zurück zu DogCoach-Blog