Alf hatte es schon immer schwer, Freunde zu finden. Nicht etwa, weil er andere Hunde nicht mag – ganz im Gegenteil! Aber viele Hunde mögen ihn nicht.
Wer mit großen Augen, großen Ohren und ohne Schwanz geboren wird, ist natürlich schwer zu durchschauen. Vor allem, wenn er auch noch wie ein Schwein grunzt, am liebsten mit voller Geschwindigkeit rennt und sich schneller bewegt als ein Ninja.
Insgesamt hat es zu einigen unglücklichen Vorfällen geführt. Alf wurde beispielsweise schon viermal angegriffen. Das hat mich mit der Zeit etwas nervös gemacht, und obwohl Alf anderen Hunden gegenüber fröhlich und freundlich ist, achte ich sehr darauf, wen er begrüßen und mit wem er spielen darf.
Aus demselben Grund waren wir überglücklich, als wir letzten Winter in die neue Wohnung zogen und sofort einen süßen Spielkameraden gegenüber entdeckten. Es war Alfred, und so entstand das Duo Alf und Alfred.

Die beiden wurden nach und nach berühmt und berüchtigt in der Nachbarschaft. Wir gewöhnten uns an, Alfred mehrmals die Woche abzuholen, wenn wir mit Alf aufs Feld, an den Strand oder in den Wald wollten. Und als Hundebesitzer gibt es kaum etwas Schöneres, als den Hund mit einem tollen Spielkameraden herumtollen zu sehen. Deshalb nahmen wir Alfred so oft wie möglich mit.
Die wöchentlichen Ausflüge wurden allmählich so regelmäßig, dass Alfred im Frühling jeden Tag zuverlässig auf dem Balkon stand und nach uns Ausschau hielt. Und die Freude über das Wiedersehen war jedes Mal gleich groß für die beiden, die sich fast bis zur Gleichförmigkeit glichen und doch so verschieden waren.
Denn während Alf der mutige, freche und selbstbewusste Hund war, war Alfred sanftmütig, vorsichtig und unterwürfig. Und so passte das ungleiche Paar wunderbar zusammen – Alf durfte selbst entscheiden (was er wollte), und Alfred durfte Neues entdecken: sich im Seetang wälzen, dicke Äste hinter sich herziehen und Enten jagen. All das hatte Alf ihm beigebracht.
Doch eines Tages, als wir Alfred abholen sollten, war er nicht da. Alf setzte sich wie immer vor dem Balkon ins Gras und suchte nach ihm. Aber diesmal kam er nicht.
Weil Alfred schon lange krank war. Wir wussten, dass er Allergien hatte und manchmal Magenprobleme. Aber er freute sich immer, Alf zu sehen und mit ihm zu spielen. Leider stellte sich heraus, dass Alfred so krank war, dass der Tierarzt nichts mehr für ihn tun konnte. Und so musste er allein gelassen werden. Er war erst anderthalb Jahre alt.
Und so verlor Alf seinen besten Freund. Und auch jetzt, Wochen später, geht er immer noch direkt ins Gras vor dem Balkon, setzt sich und blickt hinauf. Denn Alfred muss kommen.

Und während er da sitzt und wartet, überlegt er, ob es nicht an der Zeit wäre, einen zweiten Hund anzuschaffen. Einen Spielkameraden für Alf. Doch bis diese Entscheidung gefallen ist, wird es mir das Herz brechen, meinen Alf auf seinen Alfred warten zu sehen.
Ruhe in Frieden, Alfred. Und danke, dass du Alfreds bester Freund sein wolltest.
Abschied von Alfred: Über den Verlust des besten Freundes
Alf hatte es schon immer schwer, Freunde zu finden. Nicht etwa, weil er andere Hunde nicht mag – ganz im Gegenteil! Aber viele Hunde mögen ihn nicht.
Wer mit großen Augen, großen Ohren und ohne Schwanz geboren wird, ist natürlich schwer zu durchschauen. Vor allem, wenn er auch noch wie ein Schwein grunzt, am liebsten mit voller Geschwindigkeit rennt und sich schneller bewegt als ein Ninja.
Insgesamt hat es zu einigen unglücklichen Vorfällen geführt. Alf wurde beispielsweise schon viermal angegriffen. Das hat mich mit der Zeit etwas nervös gemacht, und obwohl Alf anderen Hunden gegenüber fröhlich und freundlich ist, achte ich sehr darauf, wen er begrüßen und mit wem er spielen darf.
Aus demselben Grund waren wir überglücklich, als wir letzten Winter in die neue Wohnung zogen und sofort einen süßen Spielkameraden gegenüber entdeckten. Es war Alfred, und so entstand das Duo Alf und Alfred.
Die beiden wurden nach und nach berühmt und berüchtigt in der Nachbarschaft. Wir gewöhnten uns an, Alfred mehrmals die Woche abzuholen, wenn wir mit Alf aufs Feld, an den Strand oder in den Wald wollten. Und als Hundebesitzer gibt es kaum etwas Schöneres, als den Hund mit einem tollen Spielkameraden herumtollen zu sehen. Deshalb nahmen wir Alfred so oft wie möglich mit.
Die wöchentlichen Ausflüge wurden allmählich so regelmäßig, dass Alfred im Frühling jeden Tag zuverlässig auf dem Balkon stand und nach uns Ausschau hielt. Und die Freude über das Wiedersehen war jedes Mal gleich groß für die beiden, die sich fast bis zur Gleichförmigkeit glichen und doch so verschieden waren.
Denn während Alf der mutige, freche und selbstbewusste Hund war, war Alfred sanftmütig, vorsichtig und unterwürfig. Und so passte das ungleiche Paar wunderbar zusammen – Alf durfte selbst entscheiden (was er wollte), und Alfred durfte Neues entdecken: sich im Seetang wälzen, dicke Äste hinter sich herziehen und Enten jagen. All das hatte Alf ihm beigebracht.
Doch eines Tages, als wir Alfred abholen sollten, war er nicht da. Alf setzte sich wie immer vor dem Balkon ins Gras und suchte nach ihm. Aber diesmal kam er nicht.
Weil Alfred schon lange krank war. Wir wussten, dass er Allergien hatte und manchmal Magenprobleme. Aber er freute sich immer, Alf zu sehen und mit ihm zu spielen. Leider stellte sich heraus, dass Alfred so krank war, dass der Tierarzt nichts mehr für ihn tun konnte. Und so musste er allein gelassen werden. Er war erst anderthalb Jahre alt.
Und so verlor Alf seinen besten Freund. Und auch jetzt, Wochen später, geht er immer noch direkt ins Gras vor dem Balkon, setzt sich und blickt hinauf. Denn Alfred muss kommen.
Und während er da sitzt und wartet, überlegt er, ob es nicht an der Zeit wäre, einen zweiten Hund anzuschaffen. Einen Spielkameraden für Alf. Doch bis diese Entscheidung gefallen ist, wird es mir das Herz brechen, meinen Alf auf seinen Alfred warten zu sehen.
Ruhe in Frieden, Alfred. Und danke, dass du Alfreds bester Freund sein wolltest.