Ich warte auf meine Mutter – allein und unglücklich.

Venter på mor – alene og elendig

Bassen ist ein fünfjähriger, erwachsener Hund, aber er benimmt sich wie ein italienischer Bräutigam, der am liebsten für immer bei seinem Frauchen bleiben würde. Wäre Bassen ein Mensch, würde er nie das Haus verlassen und wäre glücklich, jeden Abend mit seinem Frauchen zu Hause zu sitzen und Yatzy zu spielen.

Kurz gesagt, ich habe einen Hund, der leider unter Trennungsangst leidet, und wir kämpfen nun schon seit fünf Jahren damit. Er war wie ein kleiner, verspielter Begleiter, denn ich konnte das Haus nie auch nur eine Viertelstunde verlassen, ohne ihn mitzunehmen oder eine Betreuung für ihn zu organisieren.

Und wie bei so vielem anderen in der Hundeerziehung liegt die Ursache für problematisches Verhalten zu 99% beim Besitzer.

Als ich den acht Wochen alten Welpen mit nach Hause brachte, begann ich fast sofort selbst mit dem Stubenreinheitstraining, in kleinen Schritten. Es lief auch ganz gut, aber nach nur zwei Wochen hatte ich das Pech, die Treppe hinunterzufallen und mir den Fuß zu brechen.

Allein im dritten Stock mit einem gebrochenen Fuß zu leben, war schon an sich eine große Herausforderung, und ein Welpe im Haus machte es nicht einfacher. Da ich keinerlei Erfahrung mit Hunden hatte, dachte ich, dass die Erziehung warten müsste, bis ich wieder laufen könnte.

Wie oft habe ich mich für diese Entscheidung verflucht. Denn als die Krücken nach zwei Monaten weg waren, hatte sich Bassen daran gewöhnt, dass ich immer da war, und er hatte nie länger als fünf Sekunden allein sein wollen.

allein zu Hause

Ich habe alles versucht – und das war wahrscheinlich an sich schon ein Problem, denn der Hund wurde durch die vielen verschiedenen Methoden, die ich ausprobiert habe, immer verwirrter.

Ich habe unzählige „gute“ Ratschläge bekommen, aber ich kann nur sagen: Jeder Hund ist anders, und was bei dem einen funktioniert, muss nicht unbedingt bei dem anderen funktionieren. Es hat lange gedauert, bis ich herausgefunden habe, was für meinen Hund funktioniert. Und dann kommt das lange, harte Ziehen. Üben, üben, üben! Jeden einzelnen Tag! Und in kleinen Schritten und mit ständigen Rückschlägen.

Es mag verrückt klingen, aber die Tatsache, dass mein Hund es jetzt – im Alter von fünf Jahren – geschafft hat, viereinhalb Stunden allein zu sein, ist in meinen Augen absolut erstaunlich, und ich bin unglaublich stolz auf ihn und auf mich.

Mein einziger Rat an alle, die dasselbe Problem haben: Haltet durch!
Auch ein alter Hund kann neue Tricks lernen.

Über den Blogger dieser Woche:
Heidi Christiansen ist eine glückliche Hundebesitzerin des 5-jährigen Zwergpudels Basse, der in erster Linie ein Therapie- und Begleithund ist.
Sie arbeitet als Übersetzerin und hat daher viel Zeit mit ihrem wunderschönen, energiegeladenen Energiebündel.

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