Sagst du zu deinem Hund meistens „ja“ oder „nein“?

Siger du mest "ja" eller "nej" til din hund?

Hättest du Lust auf eine kleine Herausforderung? Versuche doch mal zu zählen, wie oft du im Laufe des Tages mit deinem Hund „ja“ und „nein“ sagst. Die Ergebnisse könnten dich zum Nachdenken anregen.

Vor ein paar Wochen ging ich neben einer Frau mit ihrem Hund spazieren. Auf etwa 200 Metern schaffte sie es, ungefähr 10-15 Mal „Nein“ zu sagen. Das brachte mich zum Nachdenken darüber, wie wir im Alltag mit unseren Hunden umgehen und was wir ihnen vermitteln.

Versteht Ihr Hund beispielsweise, was „Nein“ bedeutet, und weiß er, was Sie stattdessen von ihm erwarten?

Meiner Meinung nach ist es nicht grundsätzlich falsch, dem Hund ab und zu ein „Nein“ zu sagen, wenn er etwas Unerwünschtes tut. Was wir Zweibeiner aber oft vergessen, ist, unseren Hunden zu erklären, was wir mit „Nein“ meinen und ihnen stattdessen zu sagen, was wir von ihnen erwarten.

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an einem Tisch voller Dinge. Als Sie etwas nehmen, sagt jemand „Nein“. Sie legen die Sachen weg und nehmen etwas anderes: Die andere Person reagiert nicht. Nun fragen Sie sich: Darf ich dieses Ding nehmen oder soll ich etwas anderes nehmen? Oder doch nicht? Das ist eine unangenehme Situation, die Unsicherheit auslösen kann. Unseren Hunden kann es genauso gehen: Wenn wir nur „Nein“ sagen, wenn der Hund etwas Unerwünschtes tut, aber vergessen, ihn mit „Ja“ oder „Gut“ zu loben, wenn er etwas richtig macht, wie soll der Hund dann lernen, was richtig ist?

Erstaunlicherweise fällt es uns oft am leichtesten, uns an die „Neins“ zu erinnern und das Lob zu vergessen, wenn der Hund sich so verhält, wie wir es wünschen. Dann schweigen wir oft einfach und freuen uns, dass er das Richtige tut. Diese Verhaltensmuster können wir bei uns selbst erkennen und verändern, wenn wir uns trauen, uns selbst herauszufordern und die Anzahl der „Neins“ und „Jas“ zu zählen.

Um eine harmonischere Beziehung zu Ihrem Hund aufzubauen, ist es ratsam, ihm die Bedeutung von „Nein“ und „Ja“ beizubringen. Es kann sich auch lohnen, ihm ein alternatives Verhalten beizubringen, das er anstelle von „Nein“ verwenden kann. Hat Ihr Hund beispielsweise etwas ins Maul genommen, was er nicht darf? Dann ist es hilfreich, wenn er „Lass los“ gelernt hat. Sie können dieses Wort verwenden und ihn anschließend loben, um ein weiteres „Nein“ zu vermeiden! So wird die Situation plötzlich zu einem positiven Erlebnis. Denken Sie auch daran, dass ein „Nein“ zu einer positiven Erfahrung werden kann, wenn Ihr Hund lernt, dass er für das Aufhören gelobt wird.

Es ist schwieriger, als es klingt! Ich ertappe mich immer noch dabei, wie ich „Nein“ sage, obwohl ich weiß, dass es nichts bringt und meine Hunde es nicht verstehen. Aber ich denke, es hilft, wenn man darüber nachdenkt, wann man „Nein“ sagt und überlegt, ob man es beim nächsten Mal anders angehen kann. Manchmal ist es auch gut, einfach vorauszusehen, damit Probleme gar nicht erst entstehen. Als meine Hunde Welpen waren, habe ich Zimmerpflanzen weggeräumt oder sie quasi „eingezäunt“, d. h. immer „Nein“ gesagt, wenn sie sie zerfetzen wollten. Und als sie dann wieder rauskamen, waren sie nicht mehr so ​​aufregend.

Ich glaube, dass wir ein glücklicheres Leben mit unserem Hund führen werden, wenn wir öfter positiv reagieren und daran denken, mit unseren Hunden zu kommunizieren und ihnen beizubringen, was wir von ihnen erwarten.

Wie ist das Verhältnis von „Ja“ zu „Nein“ bei Ihrem Hund?

Bildnachweis: Tails von Ragno

Über den Blogger:

Karoline lebt mit ihrem Freund und ihren beiden Golden Retrievern Frida und Vilde in Birkerød. Sie ist ausgebildete Tierärztin und Hundetrainerin und Mitbegründerin des Hundelaufvereins Dirty Paws, wo sie auch als Trainerin und Seilwartin im lokalen Verein in Nordseeland tätig ist. Frida und Karoline lieben Canicross und haben bereits an zahlreichen Wettkämpfen im In- und Ausland teilgenommen, darunter die Europa- und Weltmeisterschaften. Ihr wichtigstes Motto lautet jedoch „Gemeinsam sind wir stärker“ – die gemeinsamen Ausflüge basieren auf Teamwork und gegenseitigem Verständnis. Und jeder ist herzlich eingeladen, mitzumachen. Neben Canicross nehmen sie auch an K9-Biathlons (Hindernisläufen mit Hunden) teil und betreiben Hundefitness. Wandern in Dänemark und in ganz Europa gehört ebenfalls zu ihren Leidenschaften.

Frida ist eine superschnelle Läuferin. Und sie kann stundenlang in den Alpen wandern. Aber sie liebt es auch, am Bauch gestreichelt zu werden und lange zu schlafen. Wenn ihr etwas nicht passt, kann sie stur wie ein Esel sein. Bei Abendspaziergängen zum Beispiel bestimmt sie die Route. Und sie „unterhält“ sich viel mit Schnurren, auch wenn sie glaubt, sich ein Leckerli verdient zu haben.

Vilde stammt aus dem Frühjahr 2023 – und ist in vielerlei Hinsicht Fridas genaues Gegenteil. Sie ist voller Unfug, immer fröhlich und frech. Wenn sie ungeduldig wird, kann sie wie ein Wolf heulen oder wie ein Känguru herumspringen – ansonsten ist sie ein kluges und mutiges Mädchen, das wildes Spielen und Training liebt. Für ein Leckerli tut sie fast alles.

Frida, Vilde und Karoline sind auf Instagram unter dem Profil @teamgoldenpower zu finden.

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