Haben Sie Kinder?!

Har du børn?!

Meine Töchter und ich haben eine Snapchat-Gruppe namens „doglovin“. Dort schicken wir uns gegenseitig süße Hundebilder. Spammen ist erlaubt, sogar mehrmals täglich.

Als wir unseren ersten Hund bekamen, riefen wir uns oft an, damit der Rest der Familie sehen konnte, wie süß er aussah. Jahrelang sprachen wir darüber, wann wir damit aufhören würden, uns wegen des süßen Hundes anzurufen – und jetzt, zwölf Jahre später und mit zwei weiteren Hunden, rufen wir uns immer noch an. Der Schwiegersohn muss sich nun alle Fotos noch einmal ansehen, von denen die Tochter natürlich Screenshots gemacht hat.

Haben Sie Hunde auf der Couch? Ja! Haben Sie auch Hunde im Bett? Das können Sie sich vorstellen. Ich lebe mit Hundehaaren auf meiner Kleidung und auf meinem Kissen. Es ist manchmal echt nervig, die Hinterlassenschaften der Natur unter der Decke zu haben, aber mit dem Hund im Bett zu liegen, ist auch total gemütlich. Wir gehen mit offener Tür aufs Klo, damit die Hunde dabei sein können, und sie sind hinten im Auto, wenn wir einkaufen fahren. Machen Sie auch mal was ohne die Hunde? Ja, schon … hmmm … Ich muss zugeben, dass ich sehr oft Sachen mache, bei denen die Hunde dabei sein können – mein (schlechtes) Gewissen ist proportional zu meiner Anwesenheit.

Deine Hunde können alles, hast du denn gar keine Grenzen? Natürlich habe ich die – aber ich verzeihe ihnen viel. Ich habe viele gute Erklärungen dafür. Und wenn ich nach Hause komme und zum vierten Mal in Folge meine ganze Nachtwäsche im Flur finde, bin ich total erschöpft – aber dann sitzen da drei Hunde und schauen mich ganz lieb an, die Köpfe leicht schief gelegt. Sie wollen unbedingt gestreichelt werden und bekommen sofort Verzeihung und ein Stupsen hinterm Ohr.

Meine Mutter hat auch einen Hund, und das schon seit vielen Jahren. Ich habe immer auf ihre Hunde aufgepasst. Mittlerweile passen wir gegenseitig auf die Hunde auf. Sie achtet sehr auf das Wohlbefinden der Hunde. Wir können gar nicht telefonieren, ohne dass sie nach den Hunden fragt. Wenn ich ohne die Hunde zu Besuch komme, ist sie enttäuscht und fragt überrascht, warum sie nicht dabei sind. Sie erzählt von ihrem eigenen Hund, von den Spaziergängen, die sie unternommen haben, wen sie getroffen haben – und ich höre ihr mit großem Interesse zu und freue mich für sie.

In meinem Job als Erzieherin kenne ich alle Kinder, mit denen ich arbeite, und auch meine Hunde. Ich weiß ihre Namen, ihr Alter, ihr Lieblingsfutter und was sie gerne machen. Die Kinder fragen oft, wie es den Hunden geht und ob sie Fotos von ihnen sehen dürfen. Vor ein paar Tagen kamen wir nachmittags auf die Kinder zu sprechen, und ich erzählte ihnen etwas über meine Töchter. Daraufhin rief eines der Kinder überrascht aus: „Haben Sie Kinder?!“

Über den Blogger: Ea Bagge
Ea hat drei Hündinnen: Honey (11 Jahre), Luna (2 Jahre) und Maggie (9 Wochen). Ihre älteste Hündin ist ein Dackel-Mischling, den sie aus ihrer Zeit in Grönland mitbrachte. Die anderen beiden sind Cocker-Spaniel-Mischlinge. Ea trainiert mit allen ihren Hunden Nasenarbeit – eine fantastische Aktivität bzw. ein toller Sport. Luna wird von klein auf umweltbewusst und sozialisiert trainiert, da sie hoffentlich eines Tages als pädagogisches Hilfsmittel eingesetzt werden kann.

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