Du kennst sie ja. All diese Vorurteile gegenüber Hunderassen, Hundehaltern, Jagdhunden, Agility-Sportlern usw. Sie sind alle da und treffen wahrscheinlich in manchen Punkten zu. Ich selbst begegne vielen davon, aber anstatt sie einfach hinzunehmen, entscheide ich mich dafür, die zu widerlegen, die ich widerlegen kann, und mit den übrigen umzugehen. Und wenn ich nicht zu sehr prahlen darf, läuft es bisher ziemlich gut.
Ein Leben in mehreren Welten
Je nachdem, mit welchem Hund ich arbeite, bewege ich mich in verschiedenen Welten. In erster Linie bin ich unter Jägern und Gebrauchshundehaltern anzutreffen, aber da ich selbst gerne schöne Jagdhunde betrachte, findet man mich auch unter Ausstellungsbesitzern. Das ist alles andere als üblich, aber es kommt vor, dass der Jagdhund seinen Weg auf eine Ausstellung findet. Vor allem, weil es mit der Zucht zusammenhängt, aber wie so oft wird es schnell wettbewerbsorientiert. Daher gehe ich nicht nur mit meinen eigenen Jagdhunden in den Ausstellungsring, sondern auch mit Hunden anderer Leute. Erstens, weil es mir Spaß macht, zweitens, weil ich im Ring einen ganz anderen Hund sehen kann als der Besitzer selbst – einen wunderschön präsentierten Jagdhund. Leider hat das auch seine Schattenseiten, denn mit dem Erfolg kommen auch Vorurteile. Die Vorurteile können sehr unterschiedlich sein, basieren aber meist auf der Vorliebe der Richter für das Geschlecht des präsentierenden Hundes, hängen aber auch davon ab, ob der Hund sonst noch etwas kann. Denn ein Ausstellungshund ist ja schließlich kein besonders guter Hund in anderen Bereichen oder…

Dasselbe gilt, wenn ich unter Jägern unterwegs bin, denn dort herrscht die Vorurteilsvorstellung, dass der Hund dem Herrn untertan und ebenso aggressiv wie sein Besitzer als Jäger ist. So sind wir Menschen nun einmal. Wir lassen uns von unseren ersten Erfahrungen leiten, egal ob diese aus unseren eigenen oder denen anderer stammen. Und ich könnte noch viele weitere Beispiele nennen, je nachdem, in welcher Welt wir uns bewegen. Doch anstatt uns von dieser negativen Seite leiten zu lassen, können wir uns entscheiden, mit ihr zu arbeiten.
Die Macht der Vorurteile
Wir verlieben uns in eine bestimmte Rasse oder einen bestimmten Hund aufgrund seiner Eigenschaften, aber lassen wir uns auch von ihnen beherrschen? Ich höre oft auf dem Trainingsplatz: „Meine Rasse kann das nicht“ oder „Mein Hund sollte nicht lernen, sich zurechtzufinden, sonst kann er im Ausstellungsring nicht richtig stehen“. Oft lasse ich das einfach so stehen, aber wie beeinflussen Vorurteile uns und unsere Beziehung zu unseren Hunden? Lassen wir zu, dass sie unsere Einstellung zu dem, was unsere Hunde können und was nicht, so stark prägen? Aber vor allem: Warum? Und sind wir auch Teil einer Gemeinschaft von Menschen, die wir für Gleichgesinnte halten und die dieselben Vorurteile teilen? Ich persönlich lasse mich von Vorurteilen leiten, aber vor allem, um sie zu widerlegen. Denn so bin ich nun mal, und meine Vorurteile gegenüber anderen sind auch nicht viel besser. Anders gesagt: Ich bin auch nicht viel besser als alle anderen.

Hinter den Kulissen des Blogs dieser Woche:
Mein Name ist Cynthia Jensen und meine größte Leidenschaft gilt dem Hundesport. Mein Freund und ich haben fünf Hunde, allesamt Jagdhunde, die uns (fast) überallhin begleiten – zu Prüfungen, Ausstellungen und natürlich zur Jagd. Ich habe bereits für „Vi med Hund“ geschrieben und bin aktuell für „HUNDEN“ tätig.
Ich freue mich darauf, als Bloggerin bei DogCoach mitzuwirken und meine Gedanken über Hunde im Alltag als aktive Arbeitshunde zu teilen.
Das Land der Vorurteile
Du kennst sie ja. All diese Vorurteile gegenüber Hunderassen, Hundehaltern, Jagdhunden, Agility-Sportlern usw. Sie sind alle da und treffen wahrscheinlich in manchen Punkten zu. Ich selbst begegne vielen davon, aber anstatt sie einfach hinzunehmen, entscheide ich mich dafür, die zu widerlegen, die ich widerlegen kann, und mit den übrigen umzugehen. Und wenn ich nicht zu sehr prahlen darf, läuft es bisher ziemlich gut.
Ein Leben in mehreren Welten
Je nachdem, mit welchem Hund ich arbeite, bewege ich mich in verschiedenen Welten. In erster Linie bin ich unter Jägern und Gebrauchshundehaltern anzutreffen, aber da ich selbst gerne schöne Jagdhunde betrachte, findet man mich auch unter Ausstellungsbesitzern. Das ist alles andere als üblich, aber es kommt vor, dass der Jagdhund seinen Weg auf eine Ausstellung findet. Vor allem, weil es mit der Zucht zusammenhängt, aber wie so oft wird es schnell wettbewerbsorientiert. Daher gehe ich nicht nur mit meinen eigenen Jagdhunden in den Ausstellungsring, sondern auch mit Hunden anderer Leute. Erstens, weil es mir Spaß macht, zweitens, weil ich im Ring einen ganz anderen Hund sehen kann als der Besitzer selbst – einen wunderschön präsentierten Jagdhund. Leider hat das auch seine Schattenseiten, denn mit dem Erfolg kommen auch Vorurteile. Die Vorurteile können sehr unterschiedlich sein, basieren aber meist auf der Vorliebe der Richter für das Geschlecht des präsentierenden Hundes, hängen aber auch davon ab, ob der Hund sonst noch etwas kann. Denn ein Ausstellungshund ist ja schließlich kein besonders guter Hund in anderen Bereichen oder…
Dasselbe gilt, wenn ich unter Jägern unterwegs bin, denn dort herrscht die Vorurteilsvorstellung, dass der Hund dem Herrn untertan und ebenso aggressiv wie sein Besitzer als Jäger ist. So sind wir Menschen nun einmal. Wir lassen uns von unseren ersten Erfahrungen leiten, egal ob diese aus unseren eigenen oder denen anderer stammen. Und ich könnte noch viele weitere Beispiele nennen, je nachdem, in welcher Welt wir uns bewegen. Doch anstatt uns von dieser negativen Seite leiten zu lassen, können wir uns entscheiden, mit ihr zu arbeiten.
Die Macht der Vorurteile
Wir verlieben uns in eine bestimmte Rasse oder einen bestimmten Hund aufgrund seiner Eigenschaften, aber lassen wir uns auch von ihnen beherrschen? Ich höre oft auf dem Trainingsplatz: „Meine Rasse kann das nicht“ oder „Mein Hund sollte nicht lernen, sich zurechtzufinden, sonst kann er im Ausstellungsring nicht richtig stehen“. Oft lasse ich das einfach so stehen, aber wie beeinflussen Vorurteile uns und unsere Beziehung zu unseren Hunden? Lassen wir zu, dass sie unsere Einstellung zu dem, was unsere Hunde können und was nicht, so stark prägen? Aber vor allem: Warum? Und sind wir auch Teil einer Gemeinschaft von Menschen, die wir für Gleichgesinnte halten und die dieselben Vorurteile teilen? Ich persönlich lasse mich von Vorurteilen leiten, aber vor allem, um sie zu widerlegen. Denn so bin ich nun mal, und meine Vorurteile gegenüber anderen sind auch nicht viel besser. Anders gesagt: Ich bin auch nicht viel besser als alle anderen.
Hinter den Kulissen des Blogs dieser Woche:
Mein Name ist Cynthia Jensen und meine größte Leidenschaft gilt dem Hundesport. Mein Freund und ich haben fünf Hunde, allesamt Jagdhunde, die uns (fast) überallhin begleiten – zu Prüfungen, Ausstellungen und natürlich zur Jagd. Ich habe bereits für „Vi med Hund“ geschrieben und bin aktuell für „HUNDEN“ tätig.
Ich freue mich darauf, als Bloggerin bei DogCoach mitzuwirken und meine Gedanken über Hunde im Alltag als aktive Arbeitshunde zu teilen.